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 Suchdienst
 

1,3 Millionen Weltkriegsschicksale noch immer ungeklärt

63 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden immer noch 1,3 Millionen Menschen vermisst. Darauf wies das Deutsche Rote Kreuz (DRK) anlässlich der Ausstrahlung des ARD-Films "Suchkind 312". hin
Die anschließende Dokumentation "Wo ist meine Familie? Die Vermissten des Zweiten Weltkrieges" wurde beim DRK-Suchdienst in München gedreht.
"Wir sind froh, dass sich die ARD diesem weniger beachteten Aspekt der Nachkriegszeit gewidmet  hat – dem Schicksal der Menschen, die oft jahrelang in quälender Ungewissheit über den Verbleib ihrer engsten Angehörigen leben mussten", sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. "Der DRK-Suchdienst hat hier eine gewaltige Aufgabe zu bewältigen. Bis heute klärt er Vermisstenschicksale
des Zweiten Weltkriegs aber auch Tausende von Suchanfragen im Zusammenhang mit aktuellen bewaffneten Konflikten und Katastrophen. Dieser wichtigen humanitären Aufgabe stellen wir uns gern – und im echten Leben sicher eine Spur einfühlsamer, als es im Film den Anschein hat."

Suchdienst
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Bis heute gehen jährlich bis zu 8.000 völlig neue, bisher unbekannte Anfragen nach Vermissten des Zweiten Weltkriegs beim Suchdienst ein. Erfolgreich zusammenführen konnte er seit Mai 1945 über 16 Millionen Menschen, die nach Kriegswirren, Verfolgung und Vertreibung von ihren Angehörigen getrennt waren – darunter allein 500.000 Kinderschicksale. Das besondere Augenmerk galt den 33.000 so genannten "Findelkindern", die meist während der Flucht von ihren Familien getrennt wurden und noch zu jung waren, um ihren Namen oder ihr Alter zu kennen.

Aber auch in aktuellen Krisen wird der Suchdienst tätig. Jährlich treffen bis zu 10.000 Suchanfragen im Gefolge von weltweiten Konflikten, wie im Irak, in Afghanistan, im ehemaligen Jugoslawien, in Somalia, Äthiopien und Eritrea, in Zentralafrika sowie in Georgien, Aserbeidschan, Tschetschenien und Abchasien.
Die Aufklärungsquote in solchen Fällen ist mit rund 80 Prozent sehr hoch. Der DRK-Suchdienst übermittelt pro Jahr zwischen 5000 und 8000 so genannte "Rotkreuznachrichten" zwischen Menschen in Konflikt- und Katastrophengebieten in aller Welt und ihren Angehörigen in Deutschland. Diese Nachrichten werden über das weltweite Netzwerk der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften weitergeleitet – und sind oft die einzige Möglichkeit für getrennte Familien, miteinander in Kontakt zu bleiben.

Ihr Ansprechpartner:

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Frankfurter Straße 34
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Telefon: 06051.4800-0 oder 4800-24
Migrationsberatungsstelle_Gabriele_Wiemer
Ansprechpartnerin: Gabriele Wiemer
Migrationsberatungsstelle_Gabriele_Wiemer

Sozialarbeiterin grad.

E-mail: wiemer@drkgelnhausen.

 

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