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ARCHIV            DRK - Kreisverband Gelnhausen e.V.
Frankfurter Str. 34
63571 Gelnhausen

Erfolgreiches Jubiläumsjahr für die
DRK Bereitschaft Kassel / Wirtheim im vergangenen Jahr

 
Auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2005 konnten die Mitglieder der DRK-Bereitschaft Kassel / Wirtheim  bei Ihrer Jahreshauptversammlung zurück blicken.
Seit 40 Jahren sind freiwillige Helferinnen und Helfer im Zeichen der Menschlichkeit - für den Dienst am Nächsten, uneigennützig und ehrenamtlich in den Orten Kassel und Wirtheim tätig. Anlass genug das Jubiläumsjahr 2005 in gebührendem Rahmen zu feiern.
 Aus der Gründungszeit
Gründungsmitglieder (von links: Linus Schum, Anton Heil und Leo Wagner) mit zwei Jugendlichen im Vordergrund bei einem Festzug in der Kasseler Dorfmitte.

 


Die Generalversammlung vom 15.06.1965" mit Willy Imhof, Bereitschaftsarzt Dr. Josef Jirouschek und Jakob Wieger (sitzende Reihe von links)

 

So luden die DRK Kameradinnen und Kameraden am 17. Juli 2005 zu einer Festveranstaltung die Bürger aus Kassel und Wirtheim ein. Begonnen hatte das Fest bereits am Samstag Abend mit einem Gedenkgottesdienst in der katholischen Kirche von Kassel und am Sonntag waren zahlreiche Vertreter aus Politik, DRK und den Ortsvereinen erschienen um in einer Kommersveranstaltung der Bereitschaft Ihre Glückwünsche auszurichten. Neben dem Biebergemünder Bürgermeister Thomas Dickert, sowie Prof. Dr. Maria Wagner als Vorsitzende der Gemeindevertretung, war auch Kreisbeigeordneter André Kavai erschienen und sprach ein großes Dankeschön aus: „...weil wir als Gesellschaft davon leben, das andere Menschen sich in den Dienst der Gemeinschaft stellen und uneigennützig und ehrenamtlich Hilfe leisten.“ DRK Kreisvorsitzender Heiner Kauck bezog sich während seiner Ansprache auf ein Zitat von Albert Schweizer dass das DRK ein Licht im Dunkel sei: „Wir helfen dass das Licht nicht ausgeht!“ Musikalisch wurde die Veranstaltung von den Kasselern Gesangvereinen „Harmonie“ und „Liederkranz“ umrahmt.
 

Kommersveranstaltung 2005 mit Heiner Kauck - Bereitschaftsleiter Edgar Gläser und 1. Vorsitzender Hermann Müller.

 

Im Anschluss an die Kommersveranstaltung folgte dann eine Vorführung der Rettungshundestaffel vom Main-Kinzig-Kreis. Hierbei konnten sich die Zuschauer von dem Geschick, dem Gespür und dem absolutem Gehorsam der Vierbeiner überzeugen.

Alarmübung der Feuerwehren Kassel und Wirtheim, Rettungsdienst sowie Hundestaffel - die Die Kameradin Juliane Wagner (Mitte) wird als gerettete Person mit Atemproblemen  von den Kameraden der Bereitschaft Stephan Heil und Matthias Maiberger zur Verletztensammelstelle geführt.


Bereitschaftsleiter Edgar Gläser während einer Ruhephase bei einem Einsatz der Bereitschaft Kassel/Wirtheim.

 

Auch die Feuerwehren von Kassel und Wirtheim beteiligten sich an diesem Tag und nahmen an einer gemeinsamen Alarmübung teil. Ein Gebäudebrand mit mehreren vermissten und verletzten Personen wurde angenommen. Die Feuerwehren Kassel und Wirtheim mit drei Fahrzeugen rückte an, ein Rettungswagen vom DRK-Kreisverband mit hauptberuflichen Sanitätern, gleich 6 DRK Helfer von der Bereitschaft aus Kassel/Wirtheim rückten mit einem Krankenwagen an und die Rettungshundestaffel beteiligte sich mit einer Einheit, also einem Hund und zwei Hundeführern an dieser Übung. „Die Besucher waren von allen Übungen beeindruckt und zollten den realitätsnahen Aktionen großen Respekt“ so Pressesprecher Heiko Wagner.
 
Ein Auftritt der Spessartfinken, des Musikvereines Kassel und des DRK-Showcorps aus Birstein umrahmten den ganzen Tag. Auch eine Fahrzeugausstellung hatten die Verantwortlichen organisiert, ein Infostand des Pflegedienstes und eine Ausstellung zur Chronik des DRK´s waren aufgestellt und der DRK Versorgungszug bot Erbseneintopf mit Rindswurst an – was von den Besuchern sehr gut angenommen wurde.
„Ein Fest was all unsere Erwartungen übertroffen hat und mit dem wir mehr als zufrieden sein können“ zog Bereitschaftsleiter Edgar Gläser eine sehr positive Bilanz und dankte dem Organisationsteam und allen Helferinnen und Helfern.
 
 
Der 40-jährige Verein hatte bei seiner Gründung eine große Schar an aktiven Mitglieder zu verzeichnen. „Ein Meilenstein war sicher die im Jahr 1972 gegründete Jugendgruppe.“, so Edgar Gläser. Im Laufe der Zeit kamen jedoch keine Jugendlichen mehr nach und diese Gruppe wurde aufgegeben. Auch in der Bereitschaft kamen nicht mehr viele Junge Menschen hinzu und der Altersdurchschnitt stieg stetig an. Doch in den letzten Jahren vollzog sich ein Wandel: „Seit einigen Jahren kann unsere Bereitschaft auf eine ständig steigende Mitgliederzahl zurück blicken, darunter auch zahlreiche junge Menschen“ so Pressesprecher Heiko Wagner der selbst vor zwei Jahren eintrat. „Wir haben jetzt zum Ende des Jahres 2005 rund 24 aktive Mitglieder und dazu kommen noch die Mitglieder in der Jugendgruppe die wir wieder ins Leben gerufen haben!“. Im September des vergangenen Jahres haben sich gleich 11 Jugendliche in der DRK-Unterkunft eingefunden und zählen nun als die Gründungsmitglieder des Jugendrotkreuzes in Kassel/Wirtheim.
 

Die neugegründete Jugendrotkreuzgruppe bei Ihrer Gründungsversammlung im September 2005 mit einigen Betreuern.

Das alles kann nur durch den uneigennützigen und aufopferten Einsatz der freiwilligen Helfern geschehen. Besonders hervor zu heben sind die DRK-Kameraden Anton Heil, Linus Schum und Edgar Gläser. Der heutige Ehrenvorsitzende Anton Heil hatte seit der Gründung die Ämter des Zeugwartes, Stellvertretender Bereitschaftsleiter und zuletzt von 1968 bis 2004 Erster Vorsitzender inne. Linus Schum ist seit der Gründung Schatzmeister des Vereins und hat diesen Posten auch heute noch. Aber auch Edgar Gläser war schon 1967 Bereitschaftsleiter bis 1972 und anschließend wieder von 1986 bis zum heutigen Tag. Zusätzlich wurde Kamerad Gläser 2003 Kreisbereitschaftsleiter und war zuvor 33 Jahre Kassenprüfer des Kreisverbandes Gelnhausen.
Im Jahre 1986 erhielten dann auch die Kameraden Anton Heil und Linus Schum die Verdienstmedaille des Landesverbandes Hessen und 2000 bekamen Anton Heil, Linus Schum und Edgar Gläser den Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.
 
Auch für das Jahr 2006 haben sich die 24 Kameradinnen und Kameraden Ziele gesteckt berichtet Heiko Wagner: „So hoffen wir unter anderem bald der Enge und der Baufälligkeit unserer momentanen Unterkunft im alten Feuerwehrhaus von Kassel zu entkommen“. Von der Gemeinde ist geplant das alte Feuerwehrhaus zusammen mit dem alten Rathaus in der Kasseler Ortsmitte zu einem Dorfgemeinschaftshaus umzubauen. Die Baumaßnahmen sollen noch in diesem Jahr beginnen. Hierbei kann das DRK sämtliche Räume wie Küche, Toiletten und Sitzungsraum mitbenutzen, aber bekommt auch einen großen Lagerraum mit Fahrzeugstellplatz und einen kleinen Büroraum für sich ganz alleine.
Aber auch ein sogenanntes Voraushelfersystem wird in den Ortsteilen Kassel und Wirtheim nach den Plänen vom DRK in den nächsten Monaten aufgebaut.
 
„Gut gerüstet und mit ehrgeizigen Mitgliedern geht die Bereitschaft also einer positiven Entwicklung entgegen“, berichtet Edgar Gläser. „Vor allem von einer attraktiven Arbeit in der Jugendrotkreuzgruppe hängt vieles ab, um junge Menschen für den Dienst im Zeichen der Menschlichkeit zu begeistern.“
 
Text:
Pressesprecher Heiko Wagner
Freiw. Feuerwehr Biebergemünd-Kassel
DRK - Bereitschaft Kassel/Wirtheim

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Indienststellung neuer Rettungsmittel im Rettungsdienst des DRK Gelnhausen                                                             03/2006

Erich Pipa, Landrat des MKK, stellt heute im Beisein des Vorsitzenden des DRK, Heiner Kauck, und des Geschäftsführers, Michael Kronberg, ein neues Notarzteinsatzfahrezeug (NEF) und ein neuen Rettungswagen (RTW) in Dienst. Als weitere Gäste der Zeremonie sind die Rettungsdienstleiter des Walter Hartwig und Eugen Metzler, der Amtsleiter des Gefahrenabwehrzentrums, Wolfgang Köhler, der stellvertretende Amtsleiter, Günter Seitz, der ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. Wolfgang Lenz und der verantwortlichen Notartzes der Main-Kinzig-Kliniken, Dr. Jochen Hohm geladen.


Neufahrzeug-Übergabe

Notarzteinsatzfahrzeug

Die bewährte Baureihe der bisherigen Notarzteinsatzfahrzeuge mit dem Grundfahrzeug AUDI A6 Avant Quattro (2,7 Tdi / 132 kw) und dem Sonderausbau durch die Firma Ambulanz Schönebeck wird fortgesetzt.

Vom Personal des DRK und den mitfahrenden Notärzten der Main-Kinzig-Kliniken wird gleichermaßen die hochwertige Sicherheitseinrichtung des AUDI, wie auch der sichere Spezialausbau geschätzt. Kombiniert mit den hohen Leistungswerten des Allradfahrzeuges ergibt sich ein ideales Notarzteinsatzfahrzeug.

Vier baugleiche Notarzteinsatzfahrzeuge unterhält das DRK an seinen Standorten Gelnhausen, Salmünster und Schlüchtern. Diese Fahrzeuge transportieren zusammen mit der notärztlichen Zusatzausstattung den Notarzt im Rendez-vous-system zu den Notfallpatienten. Dort wird zusammen mit einem Rettungswagen die Versorgung und der anschließende Transport durchgeführt. Dies geschieht im MKK etwa 6.400 mal jährlich.

Hochwertige medizintechnische Ausrüstung befindet sich an Bord eines Notarzteinsatzfahrzeuges aber auch eine besondere Funkanlage die in Verbindung mit einem Bordrechner und Navigationssystem die Wegstreckenführung zum Notfallort durchführt und neben Informations- und Datenaustausch auch jederzeit für die Disponenten der Zentralen Leitstelle eine hilfreiche Positionsbestimmung des NEF zulässt.

Der Preis für das NEF inklusive Sonderausbau beläuft sich auf 43.000,00 Euro. Hierzu kommen noch etwa 20.000,00 Euro für die medizinischen Geräte. Die Kosten bringt das DRK alleine aus den Benutzungsentgelten der Krankenkassen auf.

Das DRK in Gelnhausen ist einer von vier Leistungserbringern im Rettungsdienst und Krankentransport im MKK. Im Auftrage des MKK wird die Fläche der Altkreise Gelnhausen und Schlüchtern rettungsdienstlich betreut. Von acht Rettungswachenstandorten und fünf Bereitstellungsplätzen rücken die insgesamt 130 Beschäftigten des Rettungsdienstes zu etwa 20.000 im Jahr aus.

Rettungswagen

Ein weiterer Rettungswagen (RTW) wird heute in Dienst gestellt. Er ersetzt einen sechs Jahre alten Rettungswagen der zuletzt an der Rettungswache Bieber stationiert war und mit etwa 235.000 km aus dem 24-Stunden Dienst ausgeschieden ist.

Fortgeschrieben wurde hier das bewährte Konzept von auf Grundfahrzeugen aufgesattelten Behandlungskoffern. Diese Fahrzeuge bieten ein ideales Platzangebot für Patienten und Personal, erlauben eine effektive Behandlung durch mehrere Ärzte und Rettungsassistenten gleichzeitig und sind besonders für die Ausbildungstandorte des DRK und für die Fachausbildung der Notärzte sinnvoll.

Hochwertige Sicherheitstechnik des Mercedes Grundfahrzeuges vom Typ Sprinter 316 CDI mit einer Motorleistung von 115 kw sind kombiniert mit einem stabilen Aluminiumkoffer der Firma KFB Extramobile. Umfangreiche Sondersignal- wie auch medizintechnische Ausstattung zeichnen die Fahrzeuge aus.

Die Gesamtkosten für das Fahrzeug mit Kofferaufbau belaufen sich auf etwa 85.000 Euro, hinzu kommt die aufwendige medizintechnische Ausstattung von über 25.000 Euro und die funktechnische Ausstattung mit Bordrechner und Navigationssystem die etwa 6.000 Euro kostet. Für die Kosten kommt auch hier ausschließlich das DRK auf.

Zwischenzeitlich besteht der Fuhrpark des Rettungsdienstes in Gelnhausen etwa zu 80% aus diesen, baugleichen Spezialfahrzeugen, mit standardisiertem Ausbau und kreisweit in Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis standardisierter medizintechnischer und medikamentöser Ausstattung.

Dieses Fahrzeug wird etwa 6 Jahre seinen Dienst versehen, dabei bis zu
280.000 km zurücklegen.

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